ERZGEBIRGE - Die Angst geht um im Erzgebirge! Der blutrünstige Serienmümmler wurde mehrfach im Hochmoor bei Satzung gesichtet. Besorgte Anwohner fragen sich: Will er hier seine bisherigen Opfer verschwinden lassen?
Ein schockierender Bericht erreichte heute Morgen die SOKO Rotz. Die erfahrene Forstangestellte Gertrud Müllerschön (58) meldete gleich MEHRERE Sichtungen des gefürchteten Mümmlers im Naturschutzgebiet Hochmoor.
Die Spuren führten laut Müllerschön zu mehreren verdächtigen Stellen im Moor, wo der Boden frisch aufgewühlt war. "Das sah aus wie frische Grabstellen", so die sichtlich mitgenommene Zeugin.
Noch beunruhigender ist die jüngste Sichtung nahe des Kinderspielplatzes "Wichtelwiese" in Kühnhaide. Die kleine Emma S. (5) befand sich gerade mit ihrer Großmutter auf dem Spielplatz, als das Unfassbare geschah.
Die Großmutter bestätigte die Aussage ihrer Enkelin und fügte hinzu: "Das Kind war völlig verstört. Sie schläft seitdem nicht mehr durch und malt nur noch rote Monster."
Die Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig. Kommissar Hauptmann Bernd Klopstock von der SOKO Rotz zeigt sich frustriert über die aussichtslose Lage.
Dr. Claudia Weißflog, Kriminalpsychologin an der TU Dresden, zeigt sich beunruhigt über die neuen Entwicklungen: "Das systematische Aufsuchen des Hochmoors deutet auf eine neue Phase hin. Entweder plant der Täter, bisherige Beweise zu beseitigen, oder - und das wäre noch besorgniserregender - er bereitet neue Taten vor. Die Nähe zum Kinderspielplatz ist dabei besonders alarmierend."
Die Tatsache, dass der Mümmler trotz massiver Fahndung weiterhin frei herumläuft und sogar am helllichten Tag gesichtet wird, zeigt seine wachsende Dreistigkeit. "Er fühlt sich sicher, fast unantastbar", so Weißflog weiter.
Ein zusätzliches Problem bei der Fahndung stelle die besondere Architektur des Erzgebirges dar. "Der Mümmler kann sich perfekt tarnen", erklärt Einsatzleiter Klopstock frustriert. "Bei einer Hausdurchsuchung letzte Woche haben wir versehentlich eine bewohnte Hütte gestürmt, weil wir dachten, sie sei verlassen. Die Bewohner waren genauso erschrocken wie wir - allerdings hauptsächlich darüber, dass wir ihr Haus für unbewohnt hielten. Andererseits haben wir schon dreimal an verfallenen Ruinen vorbeigegangen, weil wir dachten, da wohnt noch jemand. Die erzgebirgische Bausubstanz macht uns die Arbeit nicht leichter."